„Als ich jung war, hatte ich eine Affäre. Sie war 36 – ich 15.“
Neustadt 1958:
Der 15-jährige Schüler Michael Berg übergibt sich auf dem Nachhauseweg in einem alten Hauseingang.
Kurze Zeit später wird er von der forschen Eisenbahnschaffnerin Hannah Schmitz, die dem schwachen Jungen wieder auf die Beine hilft, entdeckt.
Nachdem sich Michael von seiner Krankheit erholt hat, besucht er Hannah wieder.
Sofort fühlen sich beide – seelisch wie auch körperlich – stark zueinander hingezogen.
Schließlich verführt Hannah den jungen Michael:
Der Beginn einer Liebesgeschichte…
Von nun an gibt es für den Jungen nichts Wichtigeres mehr, als seine erste große Liebe Hannah und die mit ihr verbundenen Rituale:
Sie baden, er ließt ihr vor – dann lieben sie sich langsam und leidenschaftlich.
Doch plötzlich ist Hannah verschwunden und niemand weiß wohin sie gegangen ist.
Sein großes Glück ist von einer Sekunde auf die andere zerbrochen…
Erst Jahre später sieht Michael seine einstige Geliebte wieder:
Als Jurastudent verfolgt er eine Gerichtsverhandlung gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen, die Hauptangeklagte ist Hanna.
Sie soll erklären, warum sie mehr als 300 Menschen ohne mit der Wimper zu zucken in den Tod geschickt hat…
Er steht völlig unter Schock. Wie konnte die sinnliche Hannah, seine große Liebe so grausame Dinge tun?
Jedoch wird Michael schnell klar, dass die reife Frau etwas verheimlicht…
Fazit:
„Der Vorleser“ brilliert mit einer ernsthaften Geschichte und wirklich fantastischen Schauspielern.
Emotionale, sinnliche und leidenschaftliche Momente wurden perfekt von der Kamera aufgenommen und können schonungslos auf die Zuschauer wirken.
Text von little runaway