Go Wild - Freak Out! Das Motto der diesjährigen Nature One war Programm. 54.000 Partypeople feierten Deutschlands größten Rave in Kastellaun bei Koblenz, und auch das teilweise nasse Wetter änderte nichts an der super Stimmung auf der Raketenbasis Pydna.
Ab Mittwoch fanden sich die ersten Raver auf dem Campingplatz ein. Bis Donnerstag morgen 6:00 Uhr ist strikte Nachtruhe, also die letzte Gelegenheit sich vor dem großen Spektakel noch eine Nacht wirklich auszuruhen - die nächste Nachtruhe wird man nämlich erst wieder am Sonntag Abend ab 22:00 Uhr finden. 20 Euro Gebühr kostete das Campingticket (ab Samstag dann 13 Euro), inklusive 5 Euro "Müll-Pfand". Diesen bekam man wieder, wenn man eine volle Mülltüte zur Müllstation brachte.
Pünktlich um 6:00 Uhr morgens am Donnerstag startete dann die erste Party, denn jeder, der ein Campingticket hatte, durfte neben Zelt oder Wohnwagen / Wohnmobil auch eine Anlage aufbauen. Dabei waren bis zu 3kW Musikleistung bzw. 95dBA 5 Meter vor den Lautsprecherboxen erlaubt. Somit fand man bereits auf dem Campingplatz eine unüberschaubare Anzahl an Areas mit unterschiedlichsten elektronischen Musikrichtungen. Am Abend um 20 Uhr startete dann das Mixery Opening mit der DASDING Plattenlegercrew - die einzige Area auf dem Campingplatz, für die obige Beschränkungen nicht galten, man wollte sich ja auf das eigentliche Festival einstimmen und sich von den mitgebrachten Anlagen der Gäste abheben.
Wer sich das 120ha große Camping Village oder das Festival Gelände ansehen will, kann das übrigens seit diesem Jahr auf
Google Maps tun.
Schlaf war Mangelware, vor allem ohne guten Gehörschutz. Nachtruhe gab es bis Sonntag keine mehr und so hämmerten die Bässe ab Rund um die Uhr auf das Zelt, den Wohnwagen oder das Wohnmobil ein. Aber für echte Raver war das kein Problem. Einfach Augen zu und mit Hintergrundmusik einschlafen. Wenn man lange genug gefeiert hat, war man auch müde genug.
Am Freitag Abend um 20 Uhr und am Samstag Abend um 18 Uhr öffnete dann das eigentliche Festivalgelände auf der Raketenbasis Pydna. Hoffentlich erholt genug fanden sich hier im laufe des Abends alle 54.000 Raver ein, um nochmal so richtig zu feiern. Geboten wurden 4 Main-Areas - Open Air Floor, Century Circus, House of House, Classic Terminal und 19 Club-Floors - angesagte Labels und Clubs, die in Bunkern und Zelten ihre Musik präsentierten. 300 DJs und Live-Acts heizten den Gästen richtig ein. Dabei hat man meist auch das Wetter vergessen, das Donnerstag zwar für den einen oder anderen Sonnenbrand sorgte, aber dafür Freitag und Samstag immer schlechter wurde und Samstag Nachmittag richtig nass wurde. Macht nichts, man brauchte keinen Schlaf und keine trockene Kleidung. Die Party war das Wichtigste, und die war spitze.
Das große Highlight wie jedes Jahr, war die Nature One Inc. Am Sonntag morgen um 1 Uhr gab es eine große Show, bei der die Hymne der Nature One mit einer spektakulären Show und Feuerwerk untermalt präsentiert wurde. Gänsehaut-Feeling garantiert. Leider hieß das auch, dass man nur noch 8 Stunden auf dem Festivalgelände feiern konnte, denn ab 9 Uhr ist Schluss, und dann geht's für die meisten Leute zum einzigen unangenehmen Teil des Festivals über: nach etwas Schlaf musste gepackt und der Campingplatz verlassen werden - durch den ganzen Regen und somit matschigen Wegen nicht immer ein einfaches Unterfangen. Glück hatten die, die am Montag auch noch Urlaub hatten, denn der Campingplatz hatte bis Montag Abend geöffnet. Und durch die strikte Nachtruhe ist der Schlaf am Sonntag Abend auch viel angenehmer.
Aber Eines lässt sich nicht vermeiden: irgendwann muss jeder heimfahren. Und dann heißt's ein Jahr warten, bis zur Nature One 2012.
Text von h4ppy (Profil, Facebook)
Bilder von h4ppy (Profil, Facebook) und andyfr (Profil)